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Gleichstellungsbüro

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"Menschenrechte haben kein Geschlecht" (Hedwig Dohm, Frauenrechtlerin)

Im Grundgesetz Artikel 3 verpflichtet sich der Staat zur Durchsetzung der Gleichstellung von Mann und Frau. Zur Verwirklichung dieses Grundrechts erlies das Land Schleswig-Holstein im Jahr 1994 das Gleichstellungsgesetz. Frauen und Männer haben mittlerweile in unserem Land die gleichen Rechte.

Damit Geschlechtergerechtigkeit hergestellt werden kann bestellt das Land und seine Kommunen die Gleichstellungsbeauftragten, je nach Größe der Städte und Gemeinden, entweder ehrenamtlich oder hauptamtlich.
Die Gleichstellungsbeauftragte wirkt an allen Vorhaben, Entscheidungen und Maßnahmen mit, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Anerkennung der gleichwertigen Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft haben.

Inhalte der Gleichstellungsarbeit

Auftrag einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten ist in erster Linie die Förderung der Gleichstellung in der gesamten öffentlichen Verwaltung.

Personalangelegenheiten, speziell Einstellungsverfahren, Beteiligungs-, Anregung von Fort- und Weiterbildungsverfahren, Frauenförderplan (Umsetzung), gehören ebenso zu Ihren Aufgaben wie die enge Zusammenarbeit innerhalb der politischen Gremien der Stadt. Alle gleichstellungsrelevanten Themen werden hier angesprochen.

Die Gleichstellungsbeauftragte genießt Informationsrecht und bei gleichstellungsrelevanten Inhalten Meinungsrecht, sie kann Beschlussvorlagen zur Beratung in die Ausschüsse stellen.
Sie ist per Ortsrecht der Stadt Eckernförde verpflichtet einen jährlichen Gleichstellungsbericht zu erstellen und diesen der Politik und auch der Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Gleichstellungsbeauftragte arbeitet eng mit Frauen- und Hilfsorganisationen zusammen, sie unterstützt vorhandene Strukturen und lebt vom engen Austausch der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten untereinander.

Einen großen Teil Ihrer Aufgaben beinhaltet die Beratungs- und Informationsarbeit für die Bürgerinnen- und Bürger Ihrer Stadt.

Eigene, die Geschlechtergerechtigkeit fördernde Projekte können von der Gleichstellungsbeauftragten initiiert und umgesetzt werden.

Gleichstellungspolitik kennt kein Ausschlussverfahren, sie sollte immer individuell auf den einzelnen Menschen eingehen und seine spezielle Situation sehen und anerkennen. Mann, Frau, Transgender?! :Vielfalt sollte in unserer Stadt willkommen sein.

"Allein die Tatsache, eine Frau oder ein Mann zu sein, darf weder qualifizieren noch disqualifizieren" (Gudrun Schenk, GB Landkreis Heidekreis)

Nachhaltigkeit

Alle Welt spricht von "Nachhaltigkeit", so wird dieser Begriff und seine Bedeutung manchmal zum Absurden geführt (z.B. im Bereich der Werbewirtschaft).

Angewandt auf die gesellschaftliche Geschlechterforschung fand ich einen für mich sehr sinnhaften Auszug. So heißt es in Genderperspektiven in der sozial-ökologischen Forschung von Martina Schäfer und Irmgard Schultz, Kapitel 1 "Geschlecht als Basiskategorie":

"Nachhaltige Entwicklung meint Zukunftsgestaltung entlang von Gerechtigkeitsgeboten. Sowohl zwischen den Menschen in der Gegenwart als auch gegenüber künftigen Generationen gilt es, gerechte Handlungsoptionen zu finden, das heißt vor allem, Handlungs- und Gestaltungsoptionen für andere offen zu halten."

Ihre Katrin Christine Blum