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Frauen im Nationalsozialismus

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Das was man Leben nannte
Alltag im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück 1939-1945
in Dokumenten, Zeichnungen und Gedichten

Ausstellung vom 12. - 30. Mai 2003
im Rathaus und Tagesexkursion

Informationen zur Ausstellung

Plakat zur Ausstellung Alltag im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück 1939 bis 1945Am Ufer des Schwedt-Sees mit der malerischen Stadtsilhouette von Fürstenberg am Horizont, neben hohen alten Bäumen in sanft hügeliger Landschaft liegt Ravensbrück - heute ein Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit.

Und doch ein Ort der Beklommenheit: Die mit Stacheldraht bewehrten Mauern, das Krematorium mit typischem Schornstein, der Zellenbau mit vergitterten kleinen Fenstern sind steinerne Zeitzeugen der Ereignisse, die mehr als 60 Jahre zurückliegen. Hier, auf diesem zwei Hektar großen Areal, befand sich das einzige Frauen-Konzentrationslager im nationalsozialistischen Deutschland .

Ab November 1938 errichtet, wurden bereits ab Frühjahr 1939 die ersten 1000 weiblichen Häftlinge in „Schutzhaft" genommen. Laufend erweitert durch Baracken, einen „Industriehof" mit Produktionsstätten und 70 Nebenlager, wurden bis 1945 mehr als 132000 Frauen und Kinder „registriert". Was auf die bürokratische Erfassung folgte, waren Zwangsarbeit, medizinische Experimente und systematische Ermordung der gefangenen Frauen.

Zehntausende starben an Krankheit und Hunger, wurden erschossen, zu Tode gequält oder vergast.

Wer waren diese Frauen? Sie stammten aus über 40 Nationen, unter ihnen viele Jüdinnen, Sinti und Roma.

Zehntausende - eine unvorstellbare Zahl, in der alle Individualität unterzugehen droht. Nur durch wenige erhalten gebliebende Dokumente, Fotos und Zeichnungen werden sie zu berührenden Einzelschicksalen.

Für diese Ausstellung begaben sich Helga Schwarz und Gerda Szepansky auf Spurensuche in Archive, besuchten Überlebende und deren Kinder. Über viele Jahre wurden Erinnerungsstücke aufgespürt, zusammengetragen und geordnet. Mit ihrer Hilfe kann heute Geschichte begreifbarer, kann Unfassbares vielleicht fassbar gemacht werden.

Alltägliche Begriffe wie Ankunft, Familie, Kinder und Produktion gewinnen durch die gezeigten Dokumente neue Dimensionen und verdeutlichen die ganz andere „Alltäglichkeit". Die Kapitel Krankheit, Strafen und Sterben vermitteln eine Ahnung vom Leiden der Frauen im KZ Ravensbrück.

Initiiert wurde diese Ausstellung von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

Die Ausstellung eignet sich auch besonders gut für Schulklassen.

Tagesexkursion nach Ravensbrück

Im Rahmen dieser Ausstellung biete ich in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Altenholz eine Tagesexkursion nach Ravensbrück an.

Wann: SONNTAG, den 15. Juni 2003

Geplante Abfahrt:    circa  06.30 – 07.00 Uhr
Geplante Rückkehr: circa 21.00 Uhr

In Ravensbrück besteht die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen.

Da nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung steht, ist eine Anmeldung erforderlich unter
Tel. 04351 - 710 160 oder per Email johanna.elteste@eckernfoerde.de.

Das Buch zur Ausstellung

Titelblatt des Buches über das Frauenkonzentrationslager RavensbrückIhre Recherchearbeiten über das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück haben die beiden Autorinnen Helga Schwarz und Gerda Szepansky in dem Buch "..und dennoch blühten Blumen", zusammengefaßt und herausgegeben.
Das Buch enthält Dokumente, Berichte, Gedichte und Zeichnungen vom Lagerallltag im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück in den Jahren von 1939 bis 1945.

Es ist kostenlos bei der Gleichstellungsbeauftragten erhältlich:

per Email:
johanna.elteste@stadt-eckernfoerde.de

per Fax:
04351 - 710 199

per Telefon:
04351 - 710 160