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Die Geschichte Eckernfördes
Der dänische König ließ gegen Ende des 12 Jahrhunderts zum Schutz des in nord-südlicher Richtung über den schmalen Durchlass zwischen Noor und offener Bucht verlaufenden Handelsweges eine Burg errichten. Sie wird 1231 im Liber Census Danial Waldemars II. als "Ykernaeburgh" erwähnt. In einer Urkunde von 1302 wird Eckernförde dann zweifelsfrei als Stadt bezeichnet.
15. bis 18. Jahrhundert
In der wechselvollen Geschichte erlebt die Stadt um die Mitte des 18. Jahrhundert ihre erste wirtschaftliche Blütezeit.
Eckernförder Kaufleute betätigen sich überwiegend als Reeder. Die Familie Otte nimmt eine herausragende Stelle ein; von den im Jahre 1758 in Eckernförde beheimateten 36 Kauffahrteischiffen nennt sie 17 ihr Eigen. Die Familie Otte gründet neben Ziegeleien und einer Wollfabrik die aufeinander folgenden Fayence-Manufakturen in Criseby und Eckernförde (bis 1780), deren Produkte internationalen Ruf erlangen und noch heute sehr begehrt sind.
Der Graf von Saint Germain
Eine mysteriöse Figur der Eckernförder Geschichte ist der Graf von Saint Germain, der seit 1780 gemeinsam mit dem dänischen Stadthalter, Landgraf Carl von Hessen, im Alchemistenturm auf Louisenlund experimentierte. Er stellte goldähnliches Metall her und arbeitete an der Entwicklung von Farben, die jedoch die angestrebte Haltbarkeit nicht erreichten. Für diese Produktion kaufte der Landgraf die aufgelassenen Otteschen Fabriken und stellte sie dem Grafen zur Verfügung. Auch das Rezept eines Gesundheitstees, den er herstellte, ist überliefert.
Der Graf von Saint Germain starb am 27. Februar 1784 in Eckernförde und wurde im Grab Nr.1 in der Sankt-Nicolai-Kirche beigesetzt.
Der Graf von Saint Germain starb am 27. Februar 1784 in Eckernförde und wurde im Grab Nr.1 in der Sankt-Nicolai-Kirche beigesetzt.
19. bis 20. Jahrhundert
Die Fischerei und die Fischverarbeitungsindustrie ist dann um 1900 dominierender Wirtschaftsfaktor. Etwa ein Drittel der circa 6.000 Einwohner lebt von der Fischerei.
Eckernförde ist Garnisonsstandort; die militärische Präsenz beginnt 1912 mit der Errichtung des Schießstandes für die kaiserliche Torpedowerkstatt in Friedrichsort.
1935 bezieht die Marine die Anlagen in Carlshöhe. Bei Kriegsende hat die Torpedoversuchsanstalt rund 7.000 Beschäftigte.
Weitere Informationen zur Stadtgeschichte finden Sie auf den Internetseiten des Museums Eckernförde
und in dem historischen Stadtführer von K. Fr. Schinkel