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Umweltinitiativen und -projekte

In diesem Abschnitt der städtischen Internetpräsentation wollen wir interessante Umweltinitiativen und Projekte vorstellen.

Hier stellen wir einige Broschüren zum Download bereit:

  • * = aus den Jahrbüchern der Heimatgemeinschaft Eckernförde e. V.

Die Lösungen für den Naturerlebnispfad Sandkrug, das Noorquiz sowie der Umweltralleys erhalten Sie bei Herrn Michael Packschies.

Künstlerprojekt "Wasser im Fluss"

Der Eckernförder Künstler Rüdiger Ziegler stellte am 05. Juli 2006 sein Projekt "Wasser im Fluss" in den Borbyer Anlagen an der Lachsenbachmündung vor.

Seit dem Frühjahr 2007 durchzieht ein mäandrierender Fluss aus blauen Krokussen die Borbyer Anlagen vom Kiosk bis zum Anfang des Jungmannufers. Dafür hat Rüdiger Ziegler in der Rasenfläche zwischen den Bäumen über 40.000 Krokuszwiebeln gesetzt, die durch die Stadtgärtnerei beschafft wurden.

Eichhörnchen-Schutzprojekt

Wenn der Baum mit dem Kobel gefällt wird oder die Eichhörnchen-Mutter überfahren oder Beutegreifern zum Opfer gefallen fällt, sind auch die Eichhörnchenjungen oft dem Tod geweiht. Solche Findeleichhörnchen werden jetzt dank einer Kooperation der Stadt Eckernförde mit der Eichhörnchenschutz-Aktionsgemeinschaft ESA auf dem Gelände des UmweltInfoZentrums ( UIZ ) aufgepäppelt und ausgewildert und erhalten so eine zweite Chance.

Wettbewerb "Naturnaher Vorgarten"

Erstmalig hat die Stadt Eckernförde in diesem Jahr einen Wettbewerb um den Titel "Naturnaher Vorgarten" ausgeschrieben, um für mehr biologische Vielfalt um das Haus zu werben und ein Zeichen gegen die immer mehr um sich greifende Pflasterung sowie "Verschotterung" der Vorgärten zu setzen. 

Am 21. Juni 2018 hat die Jury, bestehend aus Sabine Rief (UmweltInfoZentrum), Marx Harder (AG Faltergarten des NABU) und Rüdiger Ziegler, die 10 teilnehmenden Gärten besichtigen. Alle Gärten haben eindrucksvoll einen Ausschnitt der unterschiedlichsten Gartenschwer-punkte gezeigt, beinhalten Elemente die in keinem der anderen Gärten wiederzufinden sind und zeugen von einem großen Engagement ihrer Besitzer. 

Über den Hauptpreis kann sich Frau Antje Warner freuen. Ihr Vorgarten in der Schleswiger Straße 29 ist zwar im Gegensatz zu den anderen teilnehmende Vorgärten weniger aufwändig, artenreich und vielseitig gestaltet, zeigt aber, dass bereits mit geringem Aufwand sehr viel für die Natur im Vorgarten erreicht werden kann. Die Jury hat das harmonische Gesamtbild aus Haus, Zufahrt und Bäumen, das sich über viele Jahre entwickelt hat und so einen beständigen und langlebigen Eindruck vermittelt, überzeugt. Insbesondere handelt es sich hier um einen nicht sehr pflegeintensiven Vorgarten, bei dem sich ein Teil der Artenvielfalt durch bloßes Zulassen entwickelt hat und deshalb standortgerecht und dauerhaft ist. Besonders positiv ist, dass die Zufahrt zum Carport nicht vollständig versiegelt wurde, sondern dass lediglich zwei Plattenspuren verlegt sind, zwischen denen sich über die Jahre u. a. Pfennigkraut, Primeln, Ruprechtsstorchschnabel angesiedelt hat. Am Carport selbst klimmen Rosen an einer alten, fast vollständig durchmorschten Quitte empor, um sich dort mit dem Efeu zu verbinden, der den Anbau des Hauses überwächst. Der alte Baumbestand bildet eine abgestufte Einheit mit Stauden und kriechenden Pflanzen. 

Zwei Gärten hebt das Komitee aus ganz verschiedenen Gründen neben dem Siegergarten besonders hervor:

Der Vorgarten Sonderburger Straße 11 von Anja und Felix Rolf ist vorrangig darauf ausgerichtet, Tieren Nahrung und Unterschlupf zu bieten. Hier finden sich dicht bei dicht viele Nahrungspflanzen für Bienen und Schmetterlinge, was auch anderen Tieren zugute kommt, sowie Totholzhaufen, Insektenhotel, Wärmeinseln wie locker gelegte Dachpfannen-mauer und selbst ein Bienenstock. Dieser Vorgarten entspricht nicht unbedingt dem gängigen Schönheitsideal, ist aber vollständig durchdacht und ökologisch wertvoll. 

Daneben ist der "Vorgarten" von Karen Dohm am Gänsemarkt 5 eigentlich nur ein altstadttypisch, schmaler, gepflasterter Hofgang. Hier zeigt sich aber, dass selbst ohne eigentliche Beetflächen am Rande der Pflasterung noch Platz für Zymbelkraut, Waldlattich, Islandmohn, Schafgarbe und vieles mehr ist, wenn nicht jedes Pflänzchen ausgekratzt wird. Die Jury sieht hierin eine Vorbildfunktion für zahlreiche vergleichbare, enge Altstadtsituationen.