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Maßnahmen am Südstrand


In den letzten Tagen wurden weitere Maßnahmen zur naturschutzfachlichen Inwertsetzung des Südstrands umgesetzt (im Umweltausschuss wurde ausführlich berichtet).

Durch den Menschen bedingte Verbrennungsprozesse führen zu erhöhten atmosphärischen Stickstoffeinträgen und fördern die Ausbreitung von stark mit Gras bewachsenen Flächen und der nicht heimischen und sich invasiv ausbreitenden Kartoffelrose.

Beides wurde nun am Südstrand entfernt, um die Verdrängung heimischer Strandvegetation zu stoppen.

Gleichzeitig wurden kleine Dünen und Senken angelegt, um neue vielfältige und kleinräumige Strukturen zu schaffen.

Dies kommt den Lebensraumansprüchen von auf dem Strand brütenden und vom Aussterben bedrohten Vögeln wie Regenpfeifer und Seeschwalben zugute.

Sie benötigen vegetationsarme Flächen mit Steinen und Muschelschill.

Auch die Strandvegetation wird von den neu geschaffenen vielfältigen Strukturen profitieren.

Von den Baggermaßnahmen gezielt ausgenommen wurden hingegen ökologisch wertvolle Bereiche mit Stein-, Strandhafer- und Seggenvorkommen.

Der auf dem Weg und auf dem Parkplatz gelagerte Aushub wird in den nächsten Wochen aufgearbeitet. Dabei soll die Pflanzenmasse von Sand und Steinen getrennt werden; diese kommen anschließend wieder zurück auf den Strand

Die mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landesamt für Umwelt abgestimmten Maßnahmen stehen ganz im Sinne der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie.
Sie hat zum Ziel, sogenannte „günstige Erhaltungszustände“ von Arten und Lebensräumen zu entwickeln.
Die Maßnahmen stellen keine Besonderheit dar, sondern sind im Naturschutz an der Küste etabliert.
Beispielsweise werden im Projekt „Sandküste St. Peter-Ording“ vergleichbare Maßnahmen verfolgt.
Im Januar und Februar werden im nördlichen Bereich des Eckernförder Südstrands weitere Maßnahmen erfolgen.
Zu diesem Zweck wurden in den letzten Tagen stark mit Gehölzaufkommen und Kartoffelrosen bewachsene Dünenbereiche kartiert.
Dabei wird immer auch geprüft, ob es besonders schützenswerte Bereiche gibt.
Zu nennen ist beispielsweise ein kleines Vorkommen der Rentierflechte, die typisch für ältere Graudünenbereiche ist.