Berühmte Eckernförder Personen
Die Stadt Eckernförde hat eine lange Geschichte.
In dieser Geschichte gab es viele wichtige Personen.
Dieter Schütz hat kurze Texte über diese Personen geschrieben.
Die Stadt Eckernförde bedankt sich dafür bei ihm.
Christian Otte
Christian Otte lebte vor langer Zeit.
Er lebte vor über 300 Jahren.
Er wurde im Jahr 1674 geboren.
Christian Otte war ein wichtiger Kauf-Mann.
Christian Otte gehörten auch viele Schiffe.
Darum war sein Beruf auch Reeder.
Das Wort Reeder spricht man so aus: rehder
Schon mit 25 Jahren besaß er ein eigenes Schiff.
Er handelte in Eckernförde.
Er brachte mit seinen Schiffen Waren in viele Länder.
Und er holte viele verschiedene Waren von dort.
Seine Schiffe fuhren auf dem großen Meer Atlantik.
Sie fuhren auch im Mittelmeer.
Und sie fuhren bis in die Karibik.
Karibik sind Inseln in der Nähe von Amerika.
Ihm gehörten als Reeder viele und große Schiffe.
Im Alter von 31 Jahren war er reich.
Er war auch ein angesehener Bürger.
1723 baute er ein Lagerhaus in Eckernförde.
Christian Otte gründete eine Kaufmanns-Familie.
Er war zweimal verheiratet.
Seine erste Frau war Margret Claussen.
Sie starb als sie noch nicht sehr alt war.
Zwei Jahre nach ihrem Tod heiratete Christian Otte nochmal.
Diese 2. Frau hieß Elsabe Claussen.
Christian Otte hatte insgesamt 16 Kinder aus beiden Ehen.
Christian Otte starb im Jahr 1747.
Friedrich Wilhelm Otte
Ein Sohn von Christian Otte hieß Friedrich Wilhelm Otte.
Friedrich Wilhelm Otte war wichtig für Eckernförde.
Er war Bürgermeister von Eckernförde.
Und Friedrich Wilhelm leitete nach seinem Vater die Firma Otte.
Friedrich Wilhelm Otte gründete auch eine Fayence-Fabrik.
Fayence spricht man so aus: Fa-jonße.
Fayence ist eine Art von Porzellan.
Diese Fabrik gibt es schon lange nicht mehr.
Christian Otte und Friedrich Wilhelm Otte waren mutige Kauf-Leute.
Familie Bruyn
Die Familie Bruyn waren Enkel von Christian Otte.
Nach Friedrich Wilhelm Otte leitete die Familie Bruyn die Reederei Otte weiter.
Die Stiftung
Im Jahr 1739 gab Christian Otte etwas von seinem Geld ab.
Er wollte Menschen helfen.
Er gab Geld für ein Haus für Arme und Alte Menschen.
Das heißt auch:
Er gründete mit dem Geld eine Stiftung.
Die Stiftung heißt Otte'sche Armen-Stiftung.
Diese Stiftung gibt es noch heute.
Der Graf von Saint Germain
Das Geburts-Datum von Saint Germain ist unbekannt.
Er starb am 27. Februar 1784 in Eckernförde.
Den Namen spricht man so aus: Sänn Jermäh
Saint Germain hatte viele Berufe.
Er war Abenteurer und Geheim-Agent.
Saint Germain war auch Okkultist.
Okkultisten glauben an übernatürliche Dinge.
Zum Beispiel an Geister oder schwarze Magie.
Er war auch Mitglied in geheimen Gruppen.
Eine dieser Gruppen hieß Freimaurer.
Die Mitglieder in den Gruppen waren oft Okkultisten.
Saint Germain war auch Komponist.
Komponisten schreiben neue Musikstücke.
Saint Germain kannte viele wichtige Personen.
Und viele berühmte Personen kannten ihn.
Es gibt viele Geschichten über Saint Germain.
Einige hat er selbst erzählt.
Viele von den Geschichten sind vielleicht nicht wahr.
Saint Germain war auch Alchemist.
Der Graf von Saint Germain wurde ein Freund von Karl von Hessen-Kassel.
Das war vor ungefähr 250 Jahren.
Karl von Hessen Kassel war der Vertreter des dänischen Königs in Schleswig.
Er und Saint Germain fanden beide Alchemie gut.
Alchemisten wollen Material in wertvolles Material umwandeln.
Zum Beispiel Eisen in Gold.
Karl von Hessen-Kassel baue für Saint Germain ein Alchemisten Labor.
Das Labor war im Alchemisten-Turm in Louisenlund.
Louisenlund war ein großer Gutshof.
Louisenlund ist in der Nähe von Eckernförde.
Den Turm gibt es dort heute nicht mehr.
In Eckernförde gründeten Karl von Hessen-Kassel und Saint Germain eine Fabrik.
Das war eine Seiden-Färberei.
Seide wurde in anderen Ländern gekauft.
In Eckernförde sollte die Seide gefärbt werden.
Saint Germain ist in Eckernförde gestorben.
Das war vor langer Zeit.
Sein Grab war in der Sankt-Nicolai-Kirche.
Heute kennt niemand den genauen Platz vom Grab.
Saint Germain heute in Eckernförde
Die Musik-Gruppe Ensemble PHOENIX spielt heute noch Musik vom Graf von Saint Germain.
Ensemble Phoenix ist aus Eckernförde.
Die Gruppe spielt seine Musik in Konzerten und auf CDs.
Das Museum Eckernförde hat wichtige Dokumente über das Leben vom Graf von Saint Germain.
Diese alten Dokumente sind nicht in Leichter Sprache.
Doktor Wilhelm Lehmann
Wilhelm Lehmann wurde im Jahr 1882 in Venezuela geboren.
Venezuela ist ein Staat in Süd-Amerika.
Wilhelm Lehmann lebte in den Jahren 1923 bis 1968 in Eckernförde.
Lehmann hat zuerst Romane geschrieben.
Romane sind lange Geschichten.
Seit ungefähr dem Jahr1930 schrieb er Gedichte.
Er hat Gedichte in deutscher Sprache geschrieben.
Vor ungefähr 70 Jahren war er ein bekannter Dichter.
Er hat viele Gedichte und ähnliche Texte geschrieben.
Wilhelm Lehmann hat viele Preise für Gedichte bekommen.
Er war kein Arzt.
Aber er hat den Titel Doktor bekommen.
Denn er wusste sehr viel über Texte und Schreiben.
Viele andere Schriftsteller lernten von seinen Gedichten.
Er war Mitglied von wichtigen Gruppen von Schriftstellern.
Im Jahr 2009 wurden Wilhelm Lehmanns Texte nochmal gedruckt.
Die Texte sind nicht in Leichter Sprache.
Die Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft wurde im Jahr 2004 gegründet.
Sie will seine Texte wieder bekannter machen.
Die Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft und die Stadt Eckernförde verleihen den Wilhelm-Lehmann-Preis.
Dieser Preis ist für besonders gute Gedichte oder andere kurze Texte.
Hans Gudewerdt der Jüngere
Hans Gudewerdt wurde vor über 400 Jahren geboren.
Der Vater hieß auch Hans Gudewerdt.
Man muss die Hans Gudewerdt aus Eckernförde unterscheiden.
Darum heißt der Sohn Hans Gudewerdt auch der Jüngere.
Oder auch Hans Gudewerdt der 2.
Das schreibt man oft auch Hans Gudewerdt II.
Hans Gudewerdt der Jüngere war ein Schnitzer.
Der Vater war Tischler und Holzschnitzer in Eckernförde.
Hans Gudewerdt der Jüngere lernte lesen und schreiben.
Damals durften nur wenige Kinder zur Schule.
Hans Guderwerdt der Jüngere lernte auch das Handwerk als Bild-Schnitzer.
Er lernte in der Werkstatt seines Vaters.
Die Ausbildung dauerte 5 Jahre.
Hans Gudewertdt der Jüngere wurde Schnittker Meister in Eckernförde.
Schnittker sind Kunst-Schnitzer oder Tischler.
Hans Gudewerdt 2. war reich und gut angesehen.
Er starb im Jahr 1671 in Eckernförde.
Das war vor ungefähr 350 Jahren.
Hans Gudewerdt der Jüngere hat viel als Künstler gearbeitet.
Er hat Figuren und Bilder aus Holz geschnitzt.
Er war in ganz Nord-Deutschland berühmt.
Hans Gudewerdt der Jüngere hat zum Beispiel für Herzog Friedrich den 3. von Schleswig-Holstein-Gottorf gearbeitet.
Der Herzog herrschte über wichtige Teile von Schleswig-Holstein.
Hans Gudewerdt der Jüngere hat auch große Altäre für Kirchen gebaut.
Dabei hat er viele und schöne Figuren geschnitzt.
Zum Beispiel für die Kirche in Eckernförde
und Kappeln
und Schönkirchen
und Dänischenhagen.
Lorenz von Stein
Lorenz von Stein wurde am 15. November 1815 geboren.
Das war vor ungefähr 200 Jahren.
Der Geburtsort war Borby.
Borby ist heute ein Teil von Eckernförde.
Lorenz von Stein studierte in Kiel und Jena.
Im Jahr 1846 wurde er Professor in Kiel.
Im Jahr 1855 ging er dann an die Universität Wien.
Er war Lehrer für Staatsrecht.
Staatsrecht sind Regeln über den Aufbau vom Staat.
Zum Beispiel zu Wahlen oder Gerichten.
Lorenz von Stein war auch Soziologe.
Soziologen wollen erforschen:
wie leben Menschen zusammen.
Und Lorenz von Stein war National-Ökonom.
Ökonomie bedeutet Wirtschaft.
Zum Beispiel kaufen und verkaufen.
National-Ökonomen forschen über die Wirtschaft von Staaten.
Die Ideen von Lorenz von Stein waren für viele Staaten wichtig.
Zum Beispiel für Japan.
Und die Ideen sind auch noch im Grundgesetz von Deutschland.
Lorenz von Stein bekam viele Orden.
Und er wurde oft geehrt.
Er starb am 23. September 1890 in Hadersdorf-Weidlingau.
Das ist ein Ort in der Nähe von Wien.