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Jahrestage

Jahrestage werden aufgeteilt in Gedenk- oder Aktionstage, die Grenzen sind fließend. Einige Jahrestage haben internationale Bedeutung, einige werden nur in Deutschland begangen.

Es gibt feste, zum Teil mit Anbindung an historische Ereignisse, und variable Termine.

Jahrestage sind oft der Anlass, auf bestimmte Themen öffentlich aufmerksam zu machen und die inhaltliche Auseinandersetzung anzuregen. Außerdem bieten sie Gelegenheit weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Es gibt sehr viele verschiedene Gedenk- oder Aktionstage. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Tagen, die geschaffen worden, um Impulse zur Geschlechtergerechtigkeit zu geben.

Internationaler Frauentag (8. März)

Allgemein

Der Internationaler Frauentag entstand 1911 im Zuge des Kampfes um Gleichberechtigung insbesondere des Wahlrechts für Frauen. Seit 1921 wird er am 8. März gefeiert. In etlichen Ländern und seit 2019 in Berlin ist er ein gesetzlicher Feiertag. Mehr historische Details finden Sie zum Beispiel bei Wikipedia

Rund um das Datum finden weltweit viele verschiedene Aktionen, Veranstaltungen und Kundgebungen statt. Zum Teil wird der Tag genutzt um auf noch bestehende Herausforderungen in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit aufmerksam zu machen und zu politischen und gesellschaftlichen Veränderungen aufzufordern.

Viele Menschen feiern an diesem Tag das schon Erreichte, ohne zu vergessen, dass es weiterhin gemeinschaftlicher Anstrengungen im Denken und Handeln bedarf, bis die Gleichstellung erreicht ist.

In Europa übrigens beim jetzigen Tempo in ungefähr 60 Jahren, laut Gleichstellungsindex 2020.

In Eckernförde

In Eckernförde und den umliegenden Gemeinden organisieren die Gleichstellungsbeauftragten zusammen mit der Frauenberatungsstelle !Via und mit Unterstützung diverser Einrichtungen jedes Jahr rund um den 8.März eine vielfältige Programmwoche mit Lesungen, Filmen, Frauenfrühstück, Selbstverteidigung und so weiter. Die aktuelle Veranstaltungsübersicht wird im Februar veröffentlicht.

2021 ist alles anders

Normalerweise finden Sie die Veranstaltungen in unserer Programmkarte. 2021 ist aber aufgrund der Corona-Pandemie Vieles nicht normal und aus Infektionsschutzgründen, verzichtetenn wir dieses Jahr auf direkte Begegnungen.

Mit dem Motto „Zusammenhalten trotz Distanz – Nächstes Jahr feiern wir wieder!“ wurde eine Karte gestaltet, die in der Mitte trennbar ist. Die eine Hälfte für Sie, die zweite ludt ein, einer anderen Person diese Karte zu schicken. Ob als kleine Gruß zum Frauentag, zur Aufmunterung, um Solidarität zu bekunden, um Mut zu machen oder etwas Schönes zu berichten. Überbrücken Sie die momentan notwendige körperliche Distanz und überraschen Sie doch mal wieder einen Mitmenschen mit Post.

Equal Care Day(29. Februar)

Allgemein

Am 29.02. ist der Equal Care Day. In Nicht-Schaltjahren findet er am 01.03. statt.

Die Festlegung auf den alle 4 Jahre statt findenden Schalttag ist ein Symbol für die Verteilung der Sorgearbeit (Care-Arbeit) im Verhältnis 4:1 zwischen  Frauen und Männern.
Das bedeutet, dass im Durchschnitt ein Mann vier Jahre braucht, um dieselbe Menge an Sorgearbeit zu verrichten, die eine Frau in einem Jahr übernimmt.
Insgesamt werden etwa 80 Prozent der Care-Arbeiten, sowohl im privaten, als auch im professionellen Bereich, von Frauen übernommen.

Care Arbeit meint zum einen die professionelle Pflege, zum andern auch die Aufgaben und Fürsorglichkeiten des Alltags, wie Kochen, Putzen, Kindererziehung, Reparaturen und die Planung des gemeinsamen Haushaltes.

Die Ungleiche Verteilung dieser Sorgearbeit (Care-Gap) in Partnerschaften ist die Hauptursache für die ungleiche Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit, insbesondere bei Familien mit Kindern. Dies führt unter anderem auch dazu, dass Frauen im Durschnitt 23 Prozent weniger verdienen als Männer (Pay Gap) und 50 Prozent weniger Rente bekommen (Pension Gap).

Der Equal Care Day macht auf diese Zusammenhänge aufmerksam, regt an Sorgearbeit fairer und gleichwertiger aufzuteilen und professionelle Sorgetätigkeiten stärker finanziell zu wertschätzen (Stichwort Applaus reicht nicht aus). 

Mental Load

Die mit der Fürsorgearbeit verbundenen Planungsprozesse, das Aufgabenmanagement und die Verantwortung im Bereich der Care-Arbeit wird Mental Load genannt, Es geht darum, wer im Kopf hat, wie und wann eine Arbeit ausgeführt werden muss, und nicht, wer sie ausführt. Zum Beispiel wer daran denkt den Kindergarten-Turnbeutel mitnehmen, das Auto zum TÜV anzumelden, Geburtstagsgeschenke zu besorgen.

Der Mental-Load-Selbsttest, zeigt auf, wie das „Kümmern“ in der eigenen Partnerschaft verteilt ist und kann als Anregungen genutzt werden im Gespräch zu klären, ob die bestehende Verteilung so auch von allen Beteiligten gewollt ist.


Equal Pay Day (im März, genauer Tag variabel) 

Allgemein

Der Equal Pay Day ist ein internationaler Aktionstag für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, der symbolisch die bestehende geschlechterspezifische Lohnlücke (Gender Pay Gap) markiert. Er wird an dem Tag im Jahr begangen, bis zu dem Frauen statistisch gesehen umsonst arbeiten. Unter der Voraussetzung, dass beide Gruppen den gleichen Lohn bekämen, wird damit ein rechnerischer Vergleich zu Männer hergestellt, die theoretisch seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Daher ändert sich der Termin für den Equal Pay Day in Bezug auf das Jahr und das Land.

2021 war es in Deutschland der 10. März, was einer Entgeltdifferenz von 19 Prozent entspricht. Damit liegt Deutschland im EU weiten Vergleich auf dem vorvorletzten Platz. Aber es geht vorwärts vor 10 Jahren (2011) war der Equal Pay Day noch am 25.März.

Ziel des Aktionstages ist es über die Gründe für die Lohnlücke aufzuklären, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen und durch das Aufzeigen von Änderungsstrategien die Schließung dieser geschlechtsspezifischen Lücke voranzutreiben.

Die Ursachenvielfalt wird auf der Webseite des Equal Pay Days ausführlich erklärt. Kurz zusammengefasst hat die Lohnlücke vor allem folgende strukturelle Gründe:

  1. Rollenstereotype beeinflussen die Berufswahl. Frauen ergreifen verstärkt Berufe in Erziehung und Pflege, die, wie viele frauentypische Berufe unterbewertet sind und daher eher unterdurchschnittlich bezahlt werden.

  2. Obwohl Frauen besser ausgebildet sind, steigen sie nicht so häufig auf der Karriereleiter auf.

  3. Frauen unterbrechen oder reduzieren ihre Erwerbstätigkeit deutlich häufiger um sich um die Familie zu kümmern (Kinder oder Pflege von Angehörigen)

  4. Frauen werden zum Teil für gleiche Arbeit schlechter bezahlt

Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen, die auf allen 4 Punkten beruht, ist der Gender Pay Gap ( = geschlechtsspezifische Lohnlücke). Der Ungleichheit, die nur auf dem 4. Punkt beruht, wird bereinigter Gender Pay Gap genannt und beträgt für Deutschland 2021 6 Prozent.

Ausführlich wird der Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen in einem Video von mailap von funk erklärt.

Terre de Femmes hat zu diesem Thema ein bezeichnendes Geschlechter-Experiment mit transgender Personen durchgeführt, die in  Bewerbungssituationen für die gleichen Stellen als Männer mehr Geld angeboten bekamen als als Frauen.

In Eckernförde

2021 konnten coronabedingt keine Präsenz-Veranstaltungen durchgeführt werden.

Als „Alternative“ wurde an interessierte Bildungseinrichtungen der Stadt in Kooperation mit Lehrkräften und / oder sozialpädagogischen Fachkräften das Spiel Miss Monopoly verteilt.

Bei diesem Spiel erhalten alle Frauen, die über „Los“ gehen mehr Geld als Männer. Eine Ungerechtigkeit, die das Thema des geschlechtsspezifischen Entgeltunterschieds mit umgekehrten Vorzeichen anschaulich verdeutlichen kann.

Das Spiel wird als Themeneinstieg zum Gender Pay Gap gesehen, mit dem Ziel ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. Gerade Schülerinnen und Schüler, die noch nicht im Arbeitsprozess stehen, sind sich oft der bestehenden Ungleichheiten und der Tragweite ihrer zukünftigen Berufswahl und Aufteilung der Familiensorgearbeit nicht bewusst.

Girls´ / Boys´ Day (4. Donnerstag im April)

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Am Girls´ beziehungsweise Boys´ Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Einrichtungen ihre Türen für Schülerinnen und Schüler um Ausbildungsberufe und Studiengänge kennen zu lernen, in denen das eigene Geschlecht eher selten vertreten ist zum Beispiel IT, Handwerk, Naturwissenschaften für Mädchen, Pädagogik, Sozialbereich, Pflege und diverse Büroberufe für Jungen.

Dieser Mädchen- und Jungen-Zukunftstag findet jedes Jahr am 4. Donnerstag im April statt, der nächste Termin ist der 28. April 2022.

Der Tag wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und auf Bundesebene koordiniert vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chanchengleichheit e.V.

Durchgeführt wird der Zukunftstag auf lokaler Ebene. Die Kinder und Jugendlichen erhalten in sozialen Einrichtungen, Büros, Werkstätten und anderen Institutionen einen Einblick in die dortige Arbeit, erproben ihre Fähigkeiten in der Praxis, können erste Kontakte knüpfen und erhalten direkte Antworten auf ihre Fragen.

Wollen Sie junge Menschen in ihrer Berufswahl und somit Zukunft unterstützen, melden Sie offene Stellen und Angebote auf der jeweiligen Internetseite. Wenn Sie Hilfe bei der Einstellung ihres Angebotes brauchen oder Fragen haben, kontaktieren Sie gerne die Gleichstellungsstelle.

Alle wichtigen Informationen zum Aktionstag für Mädchen und Jungen, deren Eltern und Schulen, sowie für Unternehmen und Institutionen, die Plätze anbieten möchten, sind auf den Homepages www.girls-day.de und www.boys-day.de zu finden.

Außerdem gibt es dort Erfahrungsberichte von Jugendlichen, die teilgenommen haben, Filme, Materialen und weitere Fakten zum Zukunftstag.

Girls´ Day

Der Girls´Day wurde 2001 in Deutschland initiiert, um Mädchen einen konkreten Einblick in "typische Männerberufe" aus dem MINT-Bereich zu geben. Evaluationen zeigen, dass das Konzept für alle funktioniert: 

→ Für Unternehmen: 40 Prozent der beteiligten Unternehmen bekommen aufgrund des Tages Anfragen von Teilnehmerinnen nach Praktikums-, Ausbildungs- und Studienplätzen.

→ Für Mädchen: Das Interesse an technischen Berufen hat sich bei den Mädchen in den letzten Jahrzehnten deutlich gesteigert. Viele haben durch das „Schnuppern“ ihren späteren Traum-Beruf gefunden.

→ Gesamtgesellschaftlich: Der Tag lenkt die Aufmerksamkeit auf bestehende Rollenklischees bei der Berufswahl und regt jedes Jahr die Diskussion über  Geschlechtergerechtigkeit in verschiedenen Arbeitsfeldern an.

Boys´Day

Nach lokalen Protesten von Schülern darüber, dass es ungerecht sei, dass es nur den Girls´ Day gibt entstand 2003 ein örtlicherBoys´ Day in Aachen. Das Beispiel breitete sich schnell aus und 2005 initiierte das Bundesfamilienministerium das Projekt „Neue Wege für Jungs?!“. Dies unterstützte bis 2011 lokale Initiativen zur geschlechtersensiblen Förderung von Jungen bei der Berufs- und Lebensplanung. Diese Angebote erstreckten sich über einen längeren Zeitraum, und hatte nicht nur die Berufsorientierung, sondern auch die Flexibilisierung männlicher Rollenbilder und die Stärkung von Sozialkompetenzen  im Blick.

Seit 2011 gibt es den eintägigen bundesweiten Zukunftstag für Jungen. Er soll dazu beitragen bei der Berufswahl den Blickwinkel zu öffnen und ermutigen, sich stärker an individuellen Interessen und Stärken zu orientieren als an (unbewussten) Rollenerwartungen. Ein Schnuppertag zum Beispiel in sozialen oder erzieherischen Einrichtungen, in der Gesundheitsbranche oder im Dienstleistungsbereich setzt neue Impulse und kann neue Perspektiven für das persönliche Ausbildungsziel eröffnen.

Weltmännertag - 18. November

Weltmännertag - 18. November

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November)

Stilisierte Frau mit hochgereckten Armen. DazuderSchriftzug Frei leben ohne Gewalt - Terre de Femmes © Terre de Femmes
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Der Tag geht zurück auf den Tod der drei dominikanischen Schwestern Mirabal. Sie wurden nach Aktivitäten gegen den dortigen Diktator am 25.November 1960 vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet.

Initiiert von lateinamerikanischen und karibischen Frauen und gefördert durch Menschenrechtsorganisationen wurde dieser Todestag seit 1981 ein Gedenktag für alle Frauen, die Gewalt erfahren haben und durch Gewalt gestorben sind.

1999 wurde der Gedanke durch die vereinten Nationen aufgegriffen und der 25.November zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen. Neben dem Gedenken, wurde es auch ein Aktionstag.

Seit 2001 wird dies durch die Fahnenaktion „frei leben ohne Gewalt" von Terre der Femmes unterstützt. Unter dem Motto „jedes Jahr Flagge zeigen“ sorgen UnterstützerInnen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit Hissen der Fahne dafür, dass dieser Aktionstag weltweit wahrgenommen wird.

Die weltweiten unterschiedlichsten Aktivitäten am 25. November

  • setzen ein Zeichen zum Gedenken an die durch Femizide getöteten Frauen,

  • machen auf die weit verbreitete Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen aufmerksam,

  • zeigen Hilfemöglichkeiten auf und ermutigt Betroffene sich Unterstützung zu suchen,

  • sensibilisieren dahingehend bei Gewalt nicht weg zu schauen, sondern einzugreifen und zu helfen, da Gewalt keine Privatsache ist,  

  • fordern mehr Schutz und Unterstützung für Betroffene (zum Beispiel mehr Frauenhausplätze) und/oder

  • rufen dazu auf, noch mehr Strategien zur Verringerung der Gewalt gegen Frauen zu entwickeln und diese zügig umzusetzen. 

In Eckernförde

In Eckernförde wird durch mehrere Institutionen und Personen mit der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ auf die Misstände von Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. Dazu gehört auch die Tatsache, dass es im Kreis und in der Stadt zu wenig Kapazitäten in den Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen gibt.

Besonderer Fokus wird daraufgelegt, auf die bestehenden Hilfemöglichkeiten hinzuweisen zum Beispiel bei der Eckernförder Frauenberatung !Via, der bundesweiten  Initiative „Stärker als Gewalt“ oder dem rund um die Uhr besetzten Hilfetelefon (08000 116 016).

Mehr Informations zu häuslicher und sexualisierter Gewalt und Hilfemöglichkeiten finden Sie auf der Seite der Gleichstellungsstelle Eckernförde unter der Rubrik Partnerschaftliche / Sexualisierte Gewalt

Gewalt kommt nicht in die Tüte - Brötchentütenaktion

Eine bundesweite Kampagne, bei denen Brötchentüten mit der Botschaft „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ und der Nummer des Hilfetelefons verteilt werden. In Schleswig-Holstein ist eine gemeinsame Aktion des Landesinnungsverbandes des Bäckereihandwerks, des lokalen Bündnisses gegen häusliche Gewalt, des Kooperations- und Interventionsnetzwerkes bei häuslicher Gewalt (KIK) und der Gleichstellungsbeauftragten.

In Eckernförde werden 500 Tüten mit Brötchen bestückt und am 25.November kostenfrei zusammen mit Info-Materialien über Hilfseinrichtungen am Eckernförder Bahnhof an Pendler und Pendlerinnen verteilt.

Ein Dankeschön an die Bäckerei Steiskal, für die großzügige Brötchenspende.

Am 25.11.20 fand diese Verteil-Aktion aus Gründen des Infektionsschutzes nicht statt.

Orange the World (25. Novemer - 10. Dezember)

Oranger Farbklecks mit dem weißen Schriftzug Orange the World © UN Women
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Orange the World ist Teil der weltweiten Kampagne „16 Days of Activism against Gender Violence“ die seit 1991 jährlich zwischen dem 25.November (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen) und dem 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte stattfindet.

Während des Kampagnenzeitraums finden rund um die Erde Veranstaltungen statt. Außerdem werden in dieser Zeit weltweit Gebäude, Wahrzeichen und private Fenster orange beleuchtet um gemeinsam ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Gewalt zu setzten.

Die Farbe Orange symbolisiert dabei eine hellere Zukunft ohne Gewalt.

Ziel dieser Aktion ist es, über den Themenkomplex häusliche und sexualisierte Gewalt zu informieren, Hilfsangebote noch bekannter zu machen, Betroffene zu ermutigen, sich Hilfe zu holen und für die Opfer ein Zeichen der Solidarität zu setzten.

Überdies ist sie eine Aufforderung an alle Menschen bei Gewalt nicht wegzuschauen.

UN Women Östereich hat in Kooperation mit anderen Einrichtungenein anlässlich Orange the World ein kurzes deutschsprachiges Video über häusliche Gewalt erstellt.


Eckernförde

2019 beteiligte sich Eckernförde und die umliegenden Ämter zum ersten Mal an der Kampagne. Neben dem Rathaus knipsten unter anderem auch die Stadtbücherei, das Ostsee Info-Center, die Stadthalle, Das Haus und !Via orange Lichter an.

2020 wurde die Kampagne ausgeweitet. Noch mehr Einrichtungen wie zum Beispiel die Familienzentren gesellten sich dazu. Zusätzlich wurden die Geschäfte und die Verkaufskräfte des Marktes gebeten, die Kampagne durch Beleuchtung oder andere orange Gestaltungen zu unterstützen. Diverse Läden kamen dieser Bitte, zum Teil sehr kreativ, nach.

Um Privatleuten eine Beteiligung zu erleichtern, war geplant auf dem Wochenmarkt orange Glühlampen und Informationen zur Kampagne zu verteilen. Infektionsschutz-Gründe ließen dies nicht zu. Daher wurden die Leuchtmittel zum Teil in den Einrichtungen und Geschäften, die sich an der Aktion beteiligten verteilt. Vielen Dank dafür.