19.12.2019

Resolution zur Deponie am Bültsee / B 76

Ratsversammlung beschließt am 12.12.2019 Resolution gegen den Bau der Deponie.

Die Stadt Eckernförde fordert das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein auf, über ein Raumordnungsverfahren zu prüfen, welcher Standort nach fachlichen Kriterien (Geologie, Hydrologie, Vegetation, Fauna, Ökoverbund, Verkehrsanbindung etc.) am besten zur Errichtung einer Bauschuttdeponie für das mittlere Schleswig-Holstein geeignet ist.

Das Raumordnungsverfahren ist einem nur auf den Standort Kosel/Gammelby bezogenen Planfeststellungsverfahren vorzuschalten.

Die Stadt Eckernförde fordert das Innenministerium zudem auf, das mögliche Deponiegebiet an der B 76 im Regionalplan II nicht weiterhin aus dem Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem auszusparen.

Stattdessen ist ein breiter Verbund zwischen Schnaaper Seen und Bültsee anzustreben und darzustellen, der die künftige Renaturierung der aktuellen Kies¬gruben mit einbezieht.

Bei der Erstellung der Regionalpläne sollen daher ein durchgängiger Biotopverbund und Schutzgebietsverbund festgeschrieben werden.

Es sollte bei der Darstellung der Natura 2000 Gebiete deutlich werden, dass eine Durchgängigkeit des derzeit dreigeteilten FFH-Gebietes "Bültsee, Schnaaper See, Langsee" erreicht werden soll.