30.12.2019

Grußwort zum Jahreswechsel 2019/2020

Grußwort zum Jahreswechsel

 

 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Jahreswechsel sind Anlässe, um auf das abgelaufene Jahr zurück zu blicken und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Die Jahresrückblicke der Medien in diesen Tagen erinnern uns daran, was im Jahr 2019 geschehen ist. Wir sehen noch einmal die spektakulärsten Bilder und rufen uns in Erinnerung, was uns in den vergangenen Monaten zunächst stark bewegt und beschäftigt hat, was wir aber dann im Laufe des Jahres in all der Betriebsamkeit und Hektik schon fast wieder vergessen haben.
Auch wir in Eckernförde können in 2019 wieder auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken.

Das weltweit zentrale Thema war und ist der Klimawandel, der uns in allen Lebensbereichen über kurz oder lang erreichen wird.
„Fridays for future“ – auch bei uns haben sich viele Kinder und Jugendliche in diesem Jahr an Demonstrationen und Kundgebungen beteiligt. Wir sind stolz darauf, dass auch in Eckernförde die junge Generation ihre Zukunft in die Hand nimmt. Dieser Beteiligungsprozess trägt schließlich nachhaltig dazu bei, das Klimabewusstsein in unserer Stadt zu steigern.
Erste Maßnahmen sind bereits aus dem Klimaschutzkonzept umgesetzt und darüber hinaus Projekte für den aktiven alltäglichen Klimaschutz, wie zum Beispiel die Einführung eines Pfandbechersystem für die Coffee-to-go Anbieter in Eckernförde, angestoßen. Auch im Verwaltungshandeln sowie in kommunalpolitischen Entscheidungen wird der Klimaschutz in den nächsten Jahren eine gesteigerte Rolle einnehmen.

Eine energiegeladene Aufbruchsstimmung verspüren wir ebenfalls, da es uns in diesem Jahr gelungen ist, den Weg für eine Stadtwerke-Kooperation mit den Städten Rendsburg und Schleswig auf den Weg zu bringen. Der sich rasant verändernde Energiemarkt, die Digitalisierung, der Fachkräftemangel und die Bündelung von unterschiedlichen Marktstärken der einzelnen Stadtwerke sind die vorrangigen Hintergründe für diesen Zusammenschluss. Es entsteht damit ein großer kommunaler Energieversorger in Schleswig-Holstein mit 500 Beschäftigten und 75.000 Kunden, der nicht nur in Eckernförde den Unternehmensstandort und langfristig Arbeitsplätze sichert.

Daneben gab es Fortschritte in der Entwicklung einer Beteiligungskultur für die Stadt Eckernförde: als erstes Etappenziel ist dabei das in diesem Jahr verabschiedete Tourismuskonzept 2030 zu nennen, dass nun die künftige touristische Entwicklungsrichtung unserer Stadt formuliert. Dieser Entwicklungsprozess hat sich von Beginn an durch eine umfassende Bürgerbeteiligung mit Workshops und Informationsveranstaltungen ausgezeichnet. Dazu können wir feststellen:
Wir haben gemeinsam mit Ihnen ein gutes Ergebnis erzielt.

Und um diesen guten Weg mit Ihnen auch weiterhin gemeinsam zu beschreiten, hat eine trialogische Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Bürgerschaft, der Politik und der Verwaltung, innerhalb eines Jahres Leitlinien für eine zukünftige Bürgerbeteiligung der Stadt Eckernförde entwickelt. Wir freuen uns sehr, dass wir auf dieser Grundlage „Gemeinsam für Eckernförde” Positives schaffen.

Neben dieser erfolgreichen Entwicklung schreitet auch die städtebauliche Maßnahme „Binnenhafen/Nooröffnung” mit großen Schritten voran. Die Bemühungen, die Wasserfläche und das Vermarktungsverfahren im nächsten Jahr zu starten, laufen derweilen auf Hochtouren. Die Mitglieder der Ratsversammlung haben kürzlich einstimmig dafür den Startschuss erteilt, als sie den Auslobungstext für das zweistufige Vermarktungsverfahren mit Gestaltungswettbewerb und Nutzungskonzept, die Bewertungsmatrix sowie die Besetzung der Jury beschlossen haben. Ein ganz besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf den zu errichtenden sozial geförderten Wohnungsanteil im ersten und zweiten Förderweg für die dort ausschließlich entstehenden Mietwohnungen gelegt.
An den städtischen Schulen und an den Sportstätten wurden erneut umfangreiche Um-, Aus- und Erweiterungsbaumaßnahmen durchgeführt. Somit verändert sich das Erscheinungsbild des Schulstandortes Eckernförde stetig positiv. Dafür steht exemplarisch in diesem Jahr die Errichtung des Pädagogischen Zentrums der Sprottenschule. Im bisherigen Innenhof entsteht ein Gebäude, das den Mittelpunkt und Begegnungsort der Schule darstellt und sich multifunktional nutzen lässt: zum Beispiel für Schulveranstaltungen oder für Gruppenarbeiten in abgeteilten Bereichen oder auch für gymnastische Übungen bei schlechtem Wetter. Im kommenden Jahr wird das Pädagogische Zentrum feierlich seiner Bestimmung übergeben und schafft damit optimale Voraussetzungen für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrerinnen und Lehrer im Schulalltag.
Der Sportplatz an der Gudewerdt Gemeinschaftsschule hat eine neue Tartanbahn erhalten. Innerhalb von vier Monaten konnten die Arbeiten dazu abgeschlossen werden. Auch die Kleinspielfelder im Bereich des Schulzentrums Süd haben eine Auffrischung erhalten.

Darüber hinaus konnten Straßensanierungen in der Admiral-Scheer-Straße und im Feldweg abgeschlossen, der weitere Ausbau von barrierefreien Bushaltestellen fortgeführt sowie weitere Erhaltungsmaßnahmen am Klärwerk durchgeführt werden.

Auf kultureller Ebene hat die Stadt Eckernförde ihren guten Ruf über die Stadtgrenze hinaus durch ein vielfältiges Angebot weiter ausgebaut. Die LesArt-Reihe, die TanzZeit sowie die mittlerweile zum siebten Mal stattgefundenen „Langen Nächte” sind neben anderen Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken und begeisterten Sie und zahlreiche Gäste. Eine weitere Erfolgsgeschichte schreibt in diesem Jahr das mittlerweile 13. Green Screen Festival, das mehr als 22.000 Besucher fasziniert und sich zum internationalen Forum der Naturfilmemacher etabliert hat.

Eines lässt sich jedoch nicht in Zahlen fassen: das große ehrenamtliche Engage-ment in unser Stadt. Ebenso vielfältig wie die Formen der freiwilligen und uneigennützigen Tätigkeit sind die Felder, auf die sich dieses Engagement in Eckernförde erstreckt. Dabei stehen Gesundheit und Soziales sowie Sport und Freizeit an der Spitze.
Aber nicht nur hier, sondern auch in der Jugendarbeit, im Katastrophenschutz und im Rettungswesen sowie bei der freiwilligen Feuerwehr, in der Erwachsenenbildung oder im Umweltschutz spielt ehrenamtliche Tätigkeit eine große, vor allem aber unverzichtbare Rolle. Auch wenn viele Vereine von Nachwuchssorgen geplagt sind, geben Sie nicht auf und leben Sie den Sinn für die Gemeinschaft.

Im Namen der Stadt Eckernförde wie auch persönlich danken wir allen, die sich uneigennützig und mit Idealismus für die Allgemeinheit eingesetzt haben.
Vor uns liegt nun ein weiteres Jahr mit vielen Hoffnungen, Wünschen und guten Vorsätzen. Neben der weiteren Verbesserung der kommunalen Finanzen gilt es, das Wohnraumversorgungs- sowie das Parkraumkonzept fortzuschreiben und die Weiterentwicklung der Stadtumbauprojekte „Binnenhafen/Nooröffnung” und „Kino/Skaterpark” voranzutreiben. Auch die Umsetzung des barrierefreien Umbaus der St.-Nicolai-Straße sowie die Sanierung der Stadthalle stehen auf der städtischen Agenda für 2020.
Der vor wenigen Tagen verabschiedete Haushalt 2020 weist ein Gesamtvolumen von rund 46 Millionen Euro aus und bildet damit eine gute Grundlage für die Vollendung begonnener Projekte und für die Realisierung neuer Vorhaben.

Die Zukunft unserer Stadt weiter zu gestalten, die gegenwärtige Lebensqualität zu sichern und für die kommenden Jahre noch zu verbessern, darauf waren und sind die Anstrengungen von uns allen gerichtet. Unser Ziel ist und bleibt es auch im nächsten Jahr, den Bürgerinnen und Bürgern ein Umfeld zu bieten, in dem sie Arbeitsmöglichkeiten und attraktiven Wohnraum finden, Beruf und Familie gut vereinbaren sowie vielfältigen Interessen nachgehen können.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, Ihren Angehörigen und Familien vor allem Gesundheit, beruflichen und persönlichen Erfolg sowie viel Glück im Jahr 2020.

Stadt Eckernförde, im Dezember 2019


Karin Himstedt                                                                         Jörg Sibbel
Bürgervorsteherin                                                                    Bürgermeister