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Lorenz von Stein, 1815 - 1890

Lorenz von Stein ist am 15. November 1815 in Borby bei Eckernförde geboren und starb am 23. September 1890 in Hadersdorf-Weidlingau. Er war Staatsrechtslehrer, Soziologe und Nationalökonom. Lorenz von Stein studierte in Kiel und Jena Philosophie und Rechtswissenschaft. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wurde er 1846 Professor der Staatswissenschaften. Er folgte 1855 einem Ruf an die Universität zu Wien, an welcher er bis zu seiner 1885 erfolgten Pensionierung wirkte. Er verstarb 1890 auf seinem Landsitz in Weidlingau bei Wien, in den österreichischen Adelsstand erhoben und mit zahlreichen Orden und internationalen Ehrungen versehen.

Japan, wo Lorenz von Stein bis heute gekannt und hoch geachtet wird, verdankt ihm wesentliche Elemente der Meiji-Verfassung (1890), und die von ihm entwickelten Prinzipien von einem sozialen und demokratischen Rechtsstaat fanden Eingang in unser Grundgesetz (Art. 28, Abs. 1)

Lorenz von Stein darf, gemessen an der Fortdauer seines Wirkens und seiner Ideen zum Verständnis der politischen, sozialen und ökonomischen Entwicklung der Industriegesellschaft, zu den bedeutendsten Schleswig-Holsteinern des 19. Jahrhunderts gezählt werden.

(Das Museum Eckernförde besitzt umfangreiche Dokumentationen zu Lorenz von Stein)

Literatur (z. B.
Klaus H. Fischer: Die Wissenschaft der Gesellschaft. Gesellschaftsanalyse und Geschichtsphilosophie des Lorenz von Stein unter besonderer Berücksichtigung seines gesellschaftlichen Entwurfs. Haag & Herrchen, Frankfurt/M. 1990, zugl. Dissertation, Universität Freiburg/B. 1989
Quelle: u. a. „Wikipedia”/ Lorenz von Stein