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K4 Wiedervernässung der Goosseeniederung

Bei der Goosseeniederung handelt es sich um eine ehemalige Moorfläche. Die Fläche wird durch ein Pumpwerk ca. 1 Meter unter dem Meeresspiegel gehalten. Je weiter der Meeresspiegel steigt, desto größer wird der Pumpenaufwand. Es wird somit auf unbestimmte Zeit Strom verbraucht. Intakte Moore sind mittlerweile in unseren Landschaften selten gewordene Feuchtbiotope, weshalb eine Wiedervernässung auch einen besonderen Naturschutzaspekt mit sich bringt. Zudem stoßen geschädigte, drainierte Moore fortlaufend sehr große Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen aus. Ein intaktes Moor hingegen bindet Treibhausgase.

Über die weitere Vorgehensweise wurde mit dem Leiter der Abt. Naturschutz und Landschaftsplanung beraten. Die betroffene Fläche liegt nur zu einem kleinen Teil auf Eckernförder Stadtgebiet, weshalb die Stadt auf die Kooperation der Flächeneigentümer angewiesen ist. Die Flächeneigentümer stehen einer Wiedervernässung derzeit kritisch gegenüber. Herr Valkema vom NABU Eckernförde und der Stiftung Naturschutz informierte im Umweltausschuss anhand einer Power-Point-Präsentation über die Geologie, geschichtliche Hintergründe, Probleme der Treibhausgas-Bilanz, Probleme bei der Umsetzung sowie rechtliche Hindernisse hinsichtlich einer Wiedervernässung der Goosseeniederung. Die Stadt arbeitet bei der Umsetzung der Maßnahme mit der Stiftung Naturschutz und dem NABU zusammen.

Wenn Sie mithelfen wollen, unsere Moore zu schützen, dann verzichten Sie im Garten auf den Einsatz von Torf. Für die Bildung von einem Meter Torf, benötigt ein intaktes Moor bis zu 1.000 Jahre. Um den Torf abzubauen, müssen die Moore trocken gelegt werden, was sie von einer Kohlenstoff-Senke (gut fürs Klima) in eine Kohlenstoff-Quelle (schlecht fürs Klima) verwandelt. Beim NABU, der Stiftung Naturschutz oder natürlich beim Klimaschutzmanagement können Sie sich näher über die Problematik und Lösungsmöglichkeiten informieren lassen.