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Die Anfänge

Eckernfördes ökologische Neuzeit begann mit der 1984 bis 1985 durchgeführten Umwelterhebung.
Anders als in den bis dahin durchgeführten Umwelterhebungen anderer Gemeinden lag der Schwerpunkt nicht nur in der Bestandsaufnahme der landschaftsökologisch bedeutsamen Elemente, sondern auch in einer in konkrete Handlungsempfehlungen mündenden Bewertung und in detaillierten Empfehlungen zur zukünftigen Stadtentwicklung.
Die erst 1982 beschlossene Neufassung des Flächennutzungsplanes wurde mit den Kartierungsergebnissen verglichen, wobei sich in 24 Fällen Konfliktpunkte ergaben.
Für jeden einzelnen Konfliktpunkt wurden Bestand, Planung, Problem und Lösungsmöglichkeiten dargestellt.
Hierbei wurde insbesondere deutlich, dass die geplante Stadterweiterung nach Norden als nicht landschaftsverträglich einzuschätzen war, da sie zur Überbauung einer vielseitigen, biotopreichen und gut vernetzten Kulturlandschaft geführt hätte.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der konstante Einwohnerzuwachs des Mittelzentrums Eckernförde weitere Wohnbau- und Gewerbegebiete notwendig machte, wurde in der Umwelterhebung empfohlen, die Stadtentwicklung alternativ nach Südwesten voranzutreiben, wo ausgedehnte und biotoparme, gutswirtschaftlich geprägte Ackerflächen neben umweltschonender Bebauung die Möglichkeit einer landschaftsökologischen Aufwertung durch Schaffung neuer Grünstrukturen boten.

In Anbetracht der sehr weitgehenden möglichen Konsequenzen ließ der damalige Bürgermeister der Stadt durch die Verwaltung einen „Beschlussfahrplan” erstellen, der von 1985 bis 1987 durch die städtischen Gremien Schritt für Schritt abgearbeitet wurde, bis am 1.1.1988 wichtige Schlüsselflächen für die neue Stadtentwicklungsrichtung eingemeindet werden konnten und mit der Aufstellung eines Landschaftsplanes auf der Basis der Ergebnisse der Umwelterhebung begonnen wurde.
Weiterhin stellte er den Bearbeiter der Umwelterhebung ein, um die Umsetzung der Empfehlungen in die kommunale Planung fachlich zu begleiten.
Der nachfolgende Bürgermeister wertete diese Stelle später zur Abteilung für Naturschutz und Landschaftsplanung auf.