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Entwicklung

Durch die Eingliederung des Bearbeiters der Umwelterhebung in die Stadtverwaltung konnten die Visionen zur ökologischen Stadtentwicklung über die verbindliche Bauleitplanung konkretisiert werden.
Nachdem 1992 der Landschaftsplan und 1993 der die gleichen Ziele darstellende Flächennutzungsplan beschlossen wurden, konnten die Planungen für das erste Gewerbegebiet und das erste Wohnbaugebiet im Südwesten beginnen.
Auch hierbei wurde ebenso verfahren wie bei der vorbereitenden Bauleitplanung:
Zunächst erfolgte eine eingehende Bestandsaufnahme, aus der ein vorläufiger Grünordnungsplan mit Festlegung der Bauflächen und des Grünkonzeptes entwickelt wurde.
Dieser wiederum war die Vorgabe für den Bebauungsplan, was spätere Probleme mit der Festlegung sinnvoller Ausgleichsflächen, wie sie von vielen Planungen im Lande bekannt sind, bereits im Ansatz vermied.
Auch die frühzeitige Einbindung von Naturschutzverbänden und –fachleuten trug dazu bei.

Diese in Eckernförde entwickelte Planungs- und Kooperationskultur führte zu landschaftsplanerisch und bauleitplanerisch mustergültigen Ergebnissen, bei denen die numerische Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung aufgrund der frühzeitigen Heranziehung qualitativer Entscheidungskriterien nur noch, wie vom Gesetzgeber vorgesehen, eine nachrangige Kontrollfunktion hat.

Wer heute das Wohnbaugebiet „Domsland”oder das Gewerbegebiet „Marienthal”aufsucht wird feststellen, dass die umfangreichen Ausgleichsflächen vielfältige landschaftsökologische Funktionen erfüllen und gleichzeitig ganz erheblich zu einer Erhöhung des Wohnwertes beitragen.
Besonders deutlich wird dies an der Regenwasserteichkette des Gebietes „Domsland”.