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Marinestandort Eckernförde

Eckernförde ist ein traditioneller Garnisonsstandort. Ein Drittel der Bevölkerung entfällt auf sogenannte „Bundesfamilien".
Der Marinestandort Eckernförde beheimatet das Ubootgeschwader, das Ausbildungszentrum für Uboote, das Seebatallion sowie das Kommando der Spezialkräfte. 
Die Wehrtechnische Dienststelle 71 ist mit der Erprobung von Waffentechniken im Unterwasserbereich befasst.
Die Bundeswehr stellt mit ihren militärischen und zivilen Einrichtungen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar; sie gehört zu den größten Arbeitgebern in Eckernförde.

Nach dem Stationierungskonzept des Bundesverteidigungsministeriums wurden im Standort Eckernförde von ursprünglich 3.862 Dienstposten im militärischen und zivilen Bereich 44 Prozent abgebaut; damit gehörte Eckernförde zu den besonders stark betroffenen Garnisonsstandorten.
Die mit dem Arbeitsplatzverlust einhergehende Schwächung des Wirtschaftsgefüges traff die Stadt außerordentlich.
Erklärtes Ziel der schleswig-holsteinischen Landesregierung war es, besonders stark betroffenen Kommunen Hilfestellung bei der Milderung der wirtschaftlichen Folgen durch bevorzugte Förderung aus Landesprogrammen zu leisten.

Die Bemühungen der Stadt, den Ausfall an Arbeitsplätzen zu kompensieren, konzentrierten sich aufgrund mangelnder Ressourcen im Wesentlichen auf die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Ansiedlung neuer und die Erweiterung vorhandener Betriebe.

Der zivilen Anschlussnutzung frei werdender militärischer Liegenschaften kam im Hinblick auf neue Arbeitsplätze besondere Beachtung zu.

Im Norden der Stadt liegt in guter verkehrlicher Anbindung (B 76) das 17 ha große Kasernenareal Carlshöhe, das nicht mehr militärisch genutzt wird und mittlerweile in eine private Nutzung überführt wurde.

Von dem fortgeschriebenen Stationierungskonzept des Bundesverteidigungsministeriums, dass vor dem Hintergrund des Wehrpflichtendes und der damit verbundenen Schaffung einer Freiwilligenarmee 2011 verabschiedet wurde, ist der Marinestandort Eckernförde nicht mehr betroffen.

Mit der Entscheidung den Marinestützpunkt bis 2020 umfassend zu sanieren und auszubauen, bekennt sich das Bundesverteidigungsministerium zu diesem Standort und unterstreicht damit die strategische Bedeutung und den wirtschaftlichen Wert für Eckernförde.
Die Personalstärke soll mittelfristig auf 4.000 Dienstposten anwachsen.