Was tun gegen die finanziellen Folgen des Gender Care Gap?
Es ist eine wichtige Aufgabe für alle in Gesellschaft, Politik und Unternehmen, den Gender Care Gap und damit die Einkommensunterschiede zu verringern.
In jeder Partnerschaft ist es ein Gebot der Fairness und Gerechtigkeit den „Kümmer-Unterschied“ möglichst klein zu halten beziehungsweise die Folgen finanziell auszugleichen.
Wichtig ist, dass alle Beteiligten zufrieden sind. Wichtig ist aber auch, dass niemand durch Care Arbeit in einer Lebensphase finanziell benachteiligt wird. Dafür können die unterschiedlichsten Regelungen getroffen werden, wichtig ist nur, die „Fallen“ zu kennen und sie gemeinsam zu entschärfen.
2 Beispiele:
- Statt der „üblichen“ Steuerklassenkombination von III/V die Kombination IV/IV mit Faktor wählen. Das verteilt die monatliche Steuerlast gerechter auf die Eheleute und bringt für die/den geringer Verdienenden mehr netto und damit mehr Geld bei Lohnersatzleistungen.
- Die durch Teilzeit reduzierten Rentenbeträge aufstocken oder anderweitig kompensieren. Eine Möglichkeit ist, dass aus dem gemeinsamen Einkommen freiwillig die Differenz zwischen Voll- und Teilzeitbeitrag in die Rentenkasse eingezahlt wird. Aber auch ein Aktienfonds oder ähnliches in die monatlich ein fester Betrag eingezahlt wird, ist möglich. Wichtig ist dabei, dass dieser nur zur Altersabsicherung der „Teilzeit-Person“ dient, nur ihr gehört und aus der eventuell vorhandenen Zugewinngemeinschaft herausgenommen wird.