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Knapper öffentlicher Raum in Städten

Ein anderem Aspekt bei dem Individualverkehr eine starke Rolle spielt ist der Nutzungskonflikt des knappen städtischen Raumes wo sehr unterschiedliche Bedarfe koexistieren: neuer Wohnraum, Kitas, Bildungseinrichtungen, Grünanlagen, Aufenhalts- und Spielraum, Konsumräume und Transport, sind nur einige Beispiele einer langen Liste.

Ein Pkw im Stillstand beansprucht eine Fläche von 13,5 m².
Im Vergleich, ein Fahrrad braucht 1,2 m² und circa 0,95 m² nimmt einen Fußgänger (Quelle: Randelhoff, M., August 2014).
Da die Auslastung der Pkw im Deutschland im Durchnitt nur bei 1,4 Person liegt (Quelle: Forschungsinformationssystem, März 2024), der Teil des offentlichen Raumes, der dem motorisierten Individualverkehr dient ist unverhältnismäßig groß. Nur im Berlin – das Land Deutschlands mit der geringsten Pkw-Dichte (Pkw pro Person) – die Auto-Infrastruktur vebraucht über 22 km², mehr als die Fläche des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, wo fast 300.000 Menschen wohnen (Quelle: Czeh, A., 2024).

Bei einer täglichen Parkdauer von im Schnitt etwa 23 Stunden (meist im öffentlichen Raum) (Quelle: Agora Verkehrswende, 2018) ist die Debatte über die Nutzung des städtischen Raumes als privaten Parkplatz eine gerechte Frage.


Im folgenden Bild sind die Flächeninanspruchnahmen der unterschiedlichen Verkehrsmittel gut illustrativ dargestellt: